Aktuell

Verhütungsmittel einst und heute

 

Über aktuelle Forschung geht es diesmal nur bedingt. Es wird vielmehr ein kleiner Rückblick sein. Ein Rückblick auf das, was sich Wissenschaftler in der Vergangenheit alles haben einfallen lassen, um eine Schwangerschaft zu verhindern – die Geschichte der Verhütungsmittel sozusagen. Anlass dafür ist eine aktuelle Umfrage der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung zum Thema. 53 Prozent der Frauen und Männer in Deutschland setzen in Sachen Verhütung – und wenn wundert das – auf die Pille. Eine Erfindung, auf die einige ältere Semester richtig neidisch sind. Auch schon mal den Kommentar von Opa gehört? „Ach, hätten wir in unserer Jugend doch schon die Pille gehabe!“ Tja, war leider nicht der Fall. Die Pille kam erst 1960 auf dem Markt.

Auf Platz 2 im Ranking kommt mit 37 Prozent das Kondom. Nicht jeder mag es, aber im Vergleich zu so manch historischer Verhütungsmethode ein wahrer Segen.

Da wäre zum Beispiel ein Scheidenpulverbläser. Damit wurde eine Säure in die Scheide verteilt. Über die Wirkung diskutieren Experten noch heute – und allein der Gedanke an diese Methode lässt selbst mich als Mann erschaudern.

Zweifel, was die Effektivität anbelangt, dürfen auch bei der Scheidenspülung angebracht sein. Zwar gab es dafür eigens Spülgeräte. Die Wahrscheinlichkeit der Wirkung muss aber als sehr variabel eingestuft werden.

Vorläufer der Spirale aus Holz und Elfenbein waren eine schmerzhafte Angelegenheit. Von den hygienischen Bedenken mal ganz abgesehen.

Besser – dafür aber zeitaufwändig – war hingegen das jahrelange Stillen nach einer Geburt. Der während dieser Zeit umgestellte Hormonhaushalt von Frauen senkt die Empfängnis-Bereitschaft deutlich. Ausgeschlossen ist eine Schwangerschaft dadurch aber nicht. Und ich kenne Frauen, die würden lieber komplett auf Sex verzichten, als drei oder vier Jahre lang ein Baby zu stillen – vor allem, wenn der Nachwuchs im Alter von ein paar Monaten mit Zähnen ausgestattet das Saugen an der Brust angeht.

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