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Sex gefährlich für das Herz?

 

Gefährlich? Sex mit der Herz-DameAu weia, diese Meldung hat uns gerade noch gefehlt: Für untrainierte Menschen kann das Liebesspiel zu einer lebensgefährlichen Angelegenheit werden, fanden US-amerikanische Wissenschaftler jetzt heraus. Eine Auswertung von 14 Studien, an denen insgesamt 10.000 Menschen teilnahmen, ergab, dass das Herzinfarkt-Risiko für konsequente Sportmuffel beim Sex um das 2,7-fache steigt.

Okay, die Lösung kann ja nur sein, sofort mit dem Sport anzufangen – und zwar gleich so richtig intensiv. Wenn schon vorsorgen, dann bitte möglichst effektiv.

Achtung, keine gute Idee!

Denn in derselben Untersuchung stellten die beiden Autoren Issa Dahabreh und Jessica Paulus von der Tufts University in Boston fest, dass plötzliche körperliche Ertüchtigung sogar noch riskanter für Untrainierte ist als Sex. Die Gefahr für einen Herzinfarkt erhöht sich dann um das 3,5-fache.

Was also tun? Auf keinen Fall sicherheitshalber sowohl auf Sport als auch auf Sex verzichten. Das ist weder für Körper noch Psyche gut. Und durchhalten tut es sowieso keiner – zumindest was den Sex betrifft. Die Lösung ist natürlich ganz einfach: Ganz langsam beginnen, dann kontinuierlich steigern. Gilt für den Sport, beim Sex … das muss jeder selbst wissen.

Und was ist „ganz langsam“? Das hängt von der Ausgangslage ab. Viele Mediziner empfehlen drei mal 30 Minuten Sport die Woche – gerne auch mehr. Völlig Untrainierte stöhnen da schon allein beim darüber nachdenken, und geben unmotiviert nach kurzer Zeit auf. Für solche Menschen gilt: Ganz unten auf der Belastungsskala beginnen. Eine halbe Stunde zügig Spazieren gehen ist auch ein Anfang. Bei dem Frühlingswetter da draußen Balsam für Körper und Geist – nicht nur für Sportmuffel.

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