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Eine gesunde Gute-Nacht-Geschichte

 

Das sage ich auch nicht alle Tage über meine Artikel: Diese Geschichte ist tatsächlich zum Einschlafen. Und zwar der Gesundheit wegen. Damit zum Beispiel Ihr Herz nicht frühzeitig schlapp macht. Man könnte es als die Gute-Nacht-Meldung der Woche bezeichnen, was britische Forscher der University of Warwick jetzt herausgefunden haben: Weniger als sechs Stunden Schlaf pro Nacht erhöht im Laufe der Jahre das Herzinfarktrisiko um 48 Prozent, das Risiko für einen Schlaganfall immerhin um 15 Prozent.

Der Grund: Die fehlende Nachtruhe bringt den Hormonhaushalt im Körper so durcheinander, dass die Blutgefäße darunter leiden. Schäden an Blutgefäßen – zum Beispiel Entzündungen und daraus resultierende Verengungen – sind ja die Verursacher von Herzinfarkt und Schlaganfall.

Und noch etwas bewirkt wenig Schlaf: Das Körpergewicht erhöht sich. Zu wenig Schlaf macht also dick, glaubt man der britischen Studie. Sollte also umgekehrt gelten, dass viel Schlaf gut für die Figur ist? Nein, winkt Schlafexperte Jürgen Zulley auf sueddeutsche.de leider gleich ab. Ein Schlafmarathon lässt die Pfunde nicht purzeln – ein echter Marathon mitunter schon, aber das ist ein anderes Thema.

Gut, dann werde ich ab jetzt also darauf achten, immer schön brav mehr als sechs Stunden die Nacht zu schlafen. Nur: Wie erkläre ich das meinen 15 Monate alten Sohn, wenn der nachts um 3 Uhr nach mir verlangt? Auch dafür hat Zulley eine Antwort: Hin und wieder schlecht schlafen schadet dem Körper überhaupt nicht. Dann geht man am nächsten Tag halt früher ins Bett. Aber was, wenn da gerade das Spiel meiner Fußballmannschaft im Fernsehen kommt? Ach, was soll’s, morgen ist ja auch noch eine Nacht …

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